Den Drachen reiten

Umkreist von feurigen Drachen der Sonnenwinde

brennt die Sommersonne vom Himmel

Wenn Winde zu Stürmen wachsen — was ist zu tun?

Sich verkriechen in dunkle Schatten?

Nein!

Das würde bedeuet: sich klein machen,

die Energie dämpfen — oder gar löschen.

Hinausgreifen, weit und fern

und noch weiter und höher

sich hinaufschwingen und den Drachen bei den Schwingen packen,

das wilde Wesen reiten, wohin der Flug auch führen mag.

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10 Kommentare zu “Den Drachen reiten

  1. Sehr phantasievoll und sehr mutig/Gruß Lewi

    • fridakopp sagt:

      Danke für diesen Kommentar.
      Ich habe gerade dein Gedicht über „Freundschaft“ gelesen. Das klingt ganz so, als hättest du sehr enttäuschende Erfahrungen hinter dir?

      Frida

      • Liebe Frida, es liegt ja schon ein etwas längeres Leben hinter mir, und da hatte ich immer und habe ich noch mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. Ich sehe sie so wie sie sind und habe keine Erwartungen.
        Enttäuschungen hatte ich,denke ich, keine. Und das Gedicht von der Freundschaft ist auch keine Klage, sondern eine Beobachtung. Aber jeder, der mit offenen Augen durch das Leben geht und auch sein Umfeld und seine Umgebung ohne Vorbehalte wahrnimmt, sammelt Erfahrungen. Und da heißt es:
        Holzauge sei wachsam. Spaßhaft gesagt. Das Leben ist eins der schwersten, aber schön.
        Alles alles Gute und alles Liebe für die Drachenreiterin

  2. Hallo Hildegard,
    in einem Punkt haben wir ja eine sehr ähnliche Einstellung: andere Menschen nehmen, wie sie sind, sie nicht mit Erwartungen überfrachten. Mir war es immer ein anliegen, zu verstehen, was andere Menschen an- und umtreibt — und wenn sich, wie es in meinem Leben gerade geschieht, eine Freundschaft im Stadium der Auflösung bewindet – nun, dann entwickeln sich beide offenbar in verschiedene Richtungen. Also kultiviere ich die Neugier auf das, was sich an Neuem entfaltet.

    Liebe Grüße von Frida

  3. Liebe Frida, da kannst du mal sehen.. ich wußte doch… Ich bin noch berufstätig und augenblicklich im Streß. Da habe ich für meine eigenen
    Anliegen die wenigste Zeit und frage mich oft: wer bin ich denn. Für alle der A. Ja, das ist so mit den Menschen. Da kann man lange philosophieren. Und da stößt man auch oft an Grenzen. Du hast ja noch alle Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, Das Gedicht von der Freundschaft beschreibt die Wahrheit. Freundschaft ist ein Wort.
    Wenn man jemandem wirklich die treue Freundschaft hält, bedarf es keiner Worte und Beteuerungen. Dann ist man ein Freund, auch ohne es extra zu erwähnen. Einem Menschen, der zuverlässig ist und
    unverbrüchliche Treue hält, besonders in schwierigen Situationen. Das ist die wirkliche und wahre Freundschaft. Und die suche mal…
    Vielleicht ein bis zweimal im Leben. Braucht einem nicht mal selbst zu passieren, einfach nur davon erfahren. Bei Tieren gibt es so etwas…
    Nun endschuldige den ganzen Sermon, mir war so schreiberich zumute. Liebe Grüße, Lewi

  4. fridakopp sagt:

    Hallo Hildegard,
    erstmal mein Dank für deine Kommentare. Warum entschuligst du dich dafür, wenn dir „schreiberisch zumute“ ist?
    Machte „meine Schreibe“ irgendwie den Eindruck, ich hätte noch alle Zeit der Welt?
    Obwohl ich nie sehr viele Freundchaften hatte, waren die, die da waren, oft sehr intensiv. Aber ich habe auch das Ende von Freundschaften erlebt, weil die Lebenswege sich voneinender entfernten. Zwei sehr wichtige Freundinnen sind gestorben.
    Auch wenn ich also durchaus Verluste erlebt habe, ist Freundschaft für mich etwas sehr Wertvolles.
    Nun,das ist bei dir sicher nicht anders, vielleich geht es dir mehr um die Unterscheidung zwischen tiefgehender und oberflächlicher Freundschaft?

    Herzliche Grüße von Frida

  5. Liebe Frieda, danke für Deine Zeilen. Ja ja, Freundschaft und Freundschaft ist zweierlei. Im allgemeinen sollte man unter Freundschaft und guten Bekannten vielleicht unterscheiden.
    Auch ist die Freundschaft zwischen Frauen nicht gleich wie die Freundschaft zwischen Männern. Ich glaube, daß die wirklichen Freundschaften im Kindergarten beginnen. Das sehe ich bei meinem Enkel. Spätestens in der Schule. Mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung entstehen Freundschaften meistens als Zweckverband. Ich rede nicht von mir. Ich bin (leider) ein sehr zuverlässiger Mensch. Aber ich bin auch weitgehend Einzelgänger.
    Das möchte ich auch bleiben, denn ich habe so viele Interessen und Aufgaben, die ich gar nicht mit Jemanden teilen könnte, selbst wenn ich es wollte.
    Nun, heute entschuldige ich mich nicht. Ich schreibe für mein Leben gern. Aber erst, seit ich den Computer habe. Zu besonderen Anlässen habe ich früher auch Gedichte oder mal eine Geschichte geschrieben.Ich wäre niemals auf den Einfall gekommen, mit der Schreibmaschine Gedichte zu schreiben oder ellenlange mit der Hand.
    Ich rede auch sehr gerne, und da sind die Leidtragenden nun ein bißchen entlastet, jetzt müssen sie lesen und brauchen nicht andauern zuzuhören
    Liebe Grüße, Hildegard.

    • fridakopp sagt:

      Hallo Hildegard,

      heute fällt meine Antwort ziemlich kurz aus, aber antworten möchte ich doch.
      Einzelgängerin bin ich auch, weshalb ich auch nicht von einem Kreis von guten Bekannten umringt bin.
      Du schreibst, dass Freundschaft in der Kindheit beginnt. Ja sicher. Da zeigt sich bereits die Fähigkeit zu Freundschaft, was aber ja auch mit Kontaktfreude zu tun hat.
      Ich war als Kind sehr ängstlich.
      Auch in späteren Jahren haben für mich noch wichtige Freundschaften begonnen, manche davon sogar durch konkreten Interessen – sind dann aber darüber hinausgewachsen zu echter Freundschaft.
      Mensch muss also nicht in frühen Anfängen stecken bleiben, ich jedenfalls bin viel offener und auch kommunikativer geworden.

      Viele Grüße von Frida

  6. Liebe Frida, merkst Du, wie wir ein Thema behandeln? Daß Freundschaft ein ganz individuelles Thema ist? Jeder Mensch wird es auf seine Weise und anders interpretieren. Und die Fähigkeit, Freundschaften zu schließen bedeutet ja nicht, Menschen zu begegnen, mit denen man gerne Freundschaft schließen möchte.
    Man kann sich die Begegnungen nicht aussuchen. Es kommt ganz darauf an wo einen das Leben hinstellt.
    Heute scheint die Sonne. Ich werde mich jetzt mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon setzen und zuhören, ob die Vögel heute etwas zu sagen haben. Liebe Grüße, Hildegard

  7. fridakopp sagt:

    Hallo Hildegard,
    das ist ein wichtiger Aspekt, einerseits die Fähigkeit zu Freundschaft, andererseits Phasen, wo Freunde rar sind. Das wird auf ähnliche Weise in einem der Gedichte thematisiert, die ich bald hier vorstellen will (Der innere Hafen – die Bilder müssen noch bearbeitet werden).
    Das ist für mich zur Zeit sehr wichtig: In der eigenen Mitte zentriert sein (nicht zu verwechseln mit Selbstbezogenheit!)

    Viele Grüße
    Frida

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