Tagträume

Tagträumen

— als Kind gelang mir das mühelos.

Die Großen nannten das: Trödelei.

„Du musst fleißig sein,“ predigten sie. „Nur so kann man etwas erreichen!“

Also gab ich die Träume auf — jedenfalls glaubte ich das.

Was stattdessen wucherte wie wildes Kraut, das waren Ängste.

Was ich nicht verstand als junger Mensch: Auch Ängste sind Phantasien!

Die hoffnungsvollen Anfänge, genährt mit Fleiß

(plus noch mehr Furcht vor dem Versagen)

führten nicht zu Ansehen und Erfolg.

Und doch lernte ich: Über Menschen und ihre Gefühle,

über das, was sie antreibt und das, was sie lähmt.

Ja, ich durchschaute die Angst-Spiele —

und konnte sie doch nicht loslassen, diese alte, ungesunde Gewohnheit.

Schließlich war es mein Herz, das scheinbar aus dem Takt geriet —

und dieser herzliche Protest zeigte mir einen neuen Rhythmus

zurück zur Unschuld.

Wieder waren Abgründe der Furcht zu durchwandern auf dem Weg zur Genesung,

doch sie geben den Blick frei auf neue Phantasie-Bilder:

heilsam und nährend.

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