Kleine Zen-Pause

Unterwegs in der Stadt – und wenn auch gemütlich mit dem Rad,
ist sie doch ansteckend: die Atmosphäre von Hektik und Hast.
Schneller und schneller trete ich die Pedalen,
und kaum zu Hause angekommen, lege ich los:
Wasserkocher marsch, das Radio an, Tasche auspacken, bis — holterdiepolter —
die Reistüte purzelt, und erste Körner durch die Küche kullern.
Mitten im Griff zum Kehrblech halte ich inne:
Nein, so geht das nicht!
Bus

Radeln-im-Stadtgetümmel

Zu meinem Glück besinne ich mich, auf diese Weisheit des Zen:
„Du hast es eilig? Mach einen Umweg.“
hier und jetzt bedeutet das: Erstmal nur eine Sache:
Das heiße Wasser für den Tee.
Ah, welch wohltuende Pause… bis…
… die unterwegs aufgeschnappte Hast verfliegt…
und als ich mich wieder dem Tun und Machen zuwende, da geht alles ganz mühelos.

TeePause

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7 Kommentare zu “Kleine Zen-Pause

  1. bmh sagt:

    Gut tun dieses Worte. Lieber einen Umweg machen, als die Ruhe verlieren … das ist schön.

    Liebe Frieda, ich habe nur noch zwei Blogs – diesen, wie oben verlinkt und http://schwerelos2013.wordpress.com.

    • fridakopp sagt:

      Schon der Titel spricht mich an: „Schwerelos
      zwischen den Worten atmet stille“

      Nicht nur dieser Titel, auch deine Gediche

      Frida

    • fridakopp sagt:

      Schon der Titel spricht mich an: „Schwerelos
      zwischen den Worten atmet Stille“
      Nicht nur der Titel – auch deine Gedichte.

      Frida

      • bmh sagt:

        Oh, liebe Frida, habe ein e zuviel in Deinem Namen benutzt – das soll nicht wieder vorkommen :-).

        Ich weiß, dass Du hinter die Worte schaust und das freut mich sehr. Hinter den Worten steckt ja so viel Reichtum verborgen!

  2. fridakopp sagt:

    Hallo bmh,
    das mit dem ie ist ja wohl nicht so wild, ist schließlich die übliche Schreibweise.
    Das mit dem Reichtum hinter den Worten und dem Schreiben ist schon manchmal eine sonderbare Sache – empfinde ich jedenfalls oft so. Die Sache mit dem Sagen und dem Aussparen… und die pasenden Bilder zu finden…

    Frida

    • bmh sagt:

      Je länger ich meinen eigenen Worten – und auch den der anderen nachspüre, umso klarer ersichtlich wird mir, wie ich wirklich denke – sozusagen unverschleiert, unverblümt.
      Aussparen, selber sagen, tun – das machen wir alle – aber eben immer weniger, bis wir (wieder) mit uns eins geworden sind. Dann sind wir authentisch. Das kennst Du bestimmt auch – wir sagen:

      “ was, ich da geschrieben, gesagt habe ist aus einem Guss“
      und wenn wir weiter sprechen …
      an sich könnte ich immer so handeln, schreiben, tun …
      heißt das …
      an sich = ans ICH (unsren Kern gewendet, melden wir)
      Hallo, ich weiß wie es richtig ist“ *ggg*

      Die Sprache ist faszinierend.
      Nimm mal ein Gedicht, dass Dir aut/henti()sch = (auto ICH) vor kommt = vor sich hinstellen =
      d.h. = „also das könnte ich auch gesagt haben“ , und lasse Dich von Deinem „Ich“ achtsam führen …
      Du glaubst gar nicht wie wach Dein ICH Dich führt.

      Deswegen sage ich:
      Zwischen den Worten atmet Stille.
      Stille, die Du Dir nimmst und die sich ganz von selbst kreativ ausfüllt.

      Das Wort ist LEBEN/dig.

      In diesem Sinne
      Ich freue mich über unsere Begegnung

      Herzlich
      Barbara

  3. fridakopp sagt:

    HalloBarbara,

    fielen Dank für deine Ausführliche Antwort.
    Ja, sich vom Ich führen lassen erfordert achtsamkeit und vor allem:
    Zuhören, und auch in der Kommunikation mit anderen ist es so wichtig, nicht nur auf die Worte zu führen, sondern auch auf das, was unausgesprochen mit schwingt. Es gab allerdings auch Zeiten, wenn gerade letzteres für mich manchmal problematisch war, weil ich gerade die nichtverbalen Anteile aufnehme und mich dann manchmal geradezu überladen fühlte. Gerade das erforderte bei mir viel Achtsamkeit, zu unterscheiden, was zu mir gehört und was ich von anderen „aufgeschnappt“ habe.

    Herzliche Grüße
    Frida

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