Schwert und Stab fallen lassen

Schwert-Stab

Auf einmal wollte ich nicht mehr:
nicht einen einzige dieser inneren Dialoge austragen.
So oft erlebt — all diese „du solltest, du musst, du darfst nicht…“ —
bis die Erfahrung ihre eigene Dynamik bekam.

Bis ich lebte mit einem mentalen Schwert in der rechten Hand, zur Abwehr,
in der linken: den Äskulapstab, um hilfreich und nützlich zu sein.

Das Loslassen all der innere Debatten erfordert Achtsamkeit.
Doch es lohnt sich: Schwert und Stab fallen lassen befreit den Kopf
und auch: das Herz.

Loslassen ist befreiend —
es lockert das Haften an alten Bildern von „Ich bin“.
Die Öffnung für Neues schafft auch Leere:
die Tiefe und Weite und Höhe eines Niemandslands.
Kein Gegner in Sicht, und niemand, der nach Hilfe ruft.
Was sich öffnet, ist Stille, und die lässt hörbar werden
die leise Stimme von innen: So viel losgelassen
doch all dies ist noch nah.
Gib acht, dass es sich nicht wieder hinein drängt ins Leben,
lass sie zu, die Leere:
der wahre Raum für Neues.

Schwert-und-Schild.abgelegt

Meditation

Ansatz der Meditation, zerbrochen durch die Brandung der Gedanken —
und ich erschrecke:
So viel Gedankenmüll angesammelt im Laufe des Lebens.
So viel, was nicht zu mir gehört

Auf das Entsetzen folgt verstehen.
Ich kann mich bedanken bei mir selbst
Sehen, Wissen, Verstehen ermöglicht den großen Schritt zur Änderung.
Was bleibt, nachdem die ungebetenen Gedankengäste verabschiedet wurden:
Nicht viel, zunächst:
Ein weiter Raum
wie ein Acker am Ende des Winters:
Was möchte ich säen?

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13 Kommentare zu “Schwert und Stab fallen lassen

  1. bmh sagt:

    Liebe Frida, ich habe mir erlaubt Deinen Text und meinen hier einzustellen.
    enes
    bildlos …
            ohne Fantasie
    haltlos …
             gegründet im Nichts
    leer …
             gefüllt mit Himmel
    Liebe bahnt sich ihren Weg
    immer wieder neu

    © bmh Juni 2012

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • fridakopp sagt:

      Hallo Barbara,
      ich war erstmal ziemlich überrascht, grundsätzlich habe ich nichts dagegen, aber als ich mir die Seite mal ansehen wollte, bekam ich zwar die entsprechende Seite, aber mit dem Hinweis, das, was ich suche, sei nicht da???

      Herzliche Grüße
      Frida

  2. spiel der gezeiten sagt:

    Oh, was ist denn da los?
    Liebe Frida, solltest du diesen Eintrag nicht wollen, nehme ich ihn natürlich sofort wieder heraus.
    http://spieldergezeiten.wordpress.com/2013/06/30/loslassen-tabula-rasa-gesprache-unter-autoren.

  3. spiel der gezeiten sagt:

    Kannst du bitte im ersten Kommentar den Link löschen? Er lässt sich ja nicht öffnen.

    • fridakopp sagt:

      Tja, gewusst wie…
      Heute klappt anscheinend bei mir gar nichts richtig auf Anhieb…
      Nicht mal Antworten auf den Weg bringen, da brauche ich jedes Mal zwei Anläufe.
      ???
      Frida

      • spiel der gezeiten sagt:

        Unter Dashboard in die Kommentare gehen. dort kannst Du jeden Kommentar bearbeiten und die unnötigen in den Papierkorb schieben und dort löschen.
        Ich finde es irgendwie schön, genau zu wissen, dass Du gerade jetzt auch am PC sitzt 🙂

        ♥-lich

      • fridakopp sagt:

        So, Ich hoffe, das hat jetzt geklappt.

        Ich find’s zwar auch ganz nett, so wissen, dass du auch grad hier aktiv bist – aber ich glaube, für heute reicht es mir.
        Ich mache jetzt bald Feierabend am Compy und wünsche dir eine gute Nacht,
        Frida

      • spiel der gezeiten sagt:

        Ich mache jetzt auch Schluss.
        gute Nacht

  4. spiel der gezeiten sagt:

    Hast Du schon gefunden wie es geht?
    Unter jedem Kommentar steht bearbeiten. dort drauf drücken, das Gewünschte markieren, löschen und dann rechts auf publizieren drücken.

  5. fridakopp sagt:

    Hallo Barbara,
    ich glaube, inzwischen habe ich’s richtig hingekriegt.
    Frida

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