Die allten Geschichten

Buchrücken-Mängel

All die alten Geschichten
immer wieder im Kopf rezitiert
oder gar laut vorgetragen
ob spannend oder langweilig
ob von Sieg oder Niedelage erzählend
ob von Liebe oder Einsamkeit:
sie dienten dazu, ein Selbstbild festzuschreiben
und mit jeder Wiederholung verfestigt es sich.

Egal, ob die Story gefällt oder nicht:
Irgendwann scheint das Bild vom Ich unverrückbar
und die Frage taucht auf: War‘s das?
Kommt da nichts Neues mehr?

Die alten Geschichten loslassen erfordert Mut
bedeutet: nackt vor dem Spiegel stehen,
der nicht länger ein deutliches Bild zurückwirft,
Bedeutet: Weit offen sein, verletzlich, unsicher…
und doch: es könnte sich lohnen,
sich selbst neu zu erfinden…

Aliena_Illusion

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Ein Kommentar zu “Die allten Geschichten

  1. nandalya sagt:

    Ich bin dabei. Wer noch?
    Schöner Text.

    Nächtliche Grüße!

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