Bild oder Rahmen?

Bild-Rahmen1

Worauf wird der Blick gelenkt?
Mancher Rahmen ist überladen
das Bild — mag es schlicht sein oder oder vielfältig —
kann darin erdrückt werden oder gar erschlagen.

Wie sieht dein Bild aus?
Wie die Schlichtheit des Zen ?
Wie eine Spielwiese voller Möglichkeiten?
Ein die Ecke gedrängt?

Bild-Rahmen2C

Lässt der Rahmen das Bild sein, was es ist?
Sagen, was es sagen möchte?
Oder steht der Rahmen für das rastlose Tun und Machen,
hinter dem das Sein ertrinkt?

Was, wenn das Bild sich ausdehnen möchte?
Was, wenn es aus dem Rahmen fällt?
Zeit für neue Lebensfarben!

Bild-Rahmen3

Antworten erwünscht

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10 Kommentare zu “Bild oder Rahmen?

  1. nandalya sagt:

    Ein Bild braucht keinen Rahmen. Ein Rahmen engt ein. Erdrückt. Ein Rahmen begrenzt die Vielfalt der Farben und lenkt unseren Blick ab. Weg vom Eigentlichen. Ein Rahmen kann natürlich auch den Blick auf das Bild lenken. Aber dann muss das Bild der Fokus sein und nicht der Rahmen. Macht das Sinn? 😉

    • fridakopp sagt:

      Klar macht das Sinn.
      Das war meine Vorstellung dabei,
      wobei die Fragen des Textes dann über die von Bild im Rahmen hinausweisen.
      Was ist die Essenz? Was der äußere bgrenzende Rahmen?
      (Viele dürften allerdings den Rahmen als etwas empfinden, das Stabilität verleiht.)

      • nandalya sagt:

        Ja, sie suchen Halt und verlieren dabei den Blick auf das Wesentliche. Schau dir japanische Bilder an. Die brauchen keinen Rahmen. Das Bild ist die Essenz.

  2. Ansichtssache, erst der Rahmen macht das Bild zum Bild. Sie gehöhren einfach zusammen. Wie in einer Ehe. Welche Rolle der Rahmen dabei spielt entscheidet der Künstler. Hätte ich keinen Rahmen müßte ich den Nagel durchs Bild schlagen wenn ich es an derr Wand haben will.

    • fridakopp sagt:

      Es geht ja nicht darum, ein Bild ganz ohne Rahmen an die Wand zu tackern,
      mehr darum, dass das Bild auch von einem verschnörkelten Rahmen erdrückt werden kann.
      Und im übertragenen Sinn um das Selbst und die fielen äußeren Ablenkungen.
      Aber da kann natürlich jeder selbst entscheiden:
      Was ist essentiell, was sind ablenkungen, was ist zu viel, was ist mir wichtig?

  3. mmsxlog sagt:

    Ein Leben schön gerahmt und fein adrett
    Am Haken hängt, über dem Bett.

    Der Haken denkt und seufzt
    Warum bin ich nicht der Haken eines kleinen Kreuz
    Das Bild so hässlich, der Rahmen so schwer
    Wie lange muss ich noch, ich leide so sehr

    Der Rahmen kann den Haken auch nicht leiden
    Und schon verbindet etwas die beiden
    Dem Bild, ist dies alles vollkommen egal
    Es genießt sein Sein, hat sowieso keine Wahl.

    (ein kleines Sponti) Carlo

    • fridakopp sagt:

      Danke für das Sponti-Gedicht.
      Auch wenn es sich ziemlich nach familiärem Dauer-Zwist anfühlt.
      Das Bild scheint da noch am besten davonzukommen – aber wenn es doch keine Wahl hat?

      Gruß von
      Frida

  4. […] Spontigedicht verdanke ich irgendwie Eugen Roth, zwei leckeren Whisky Sour und auf alle Fällefrida kopps Text Bild oder Rahmen/ – der mich dazu reizte, dies als Kommentar in ihrem Blog zu kreieren und dann zu […]

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