An-Sturm der Angst

Schwert-Stab

Bevor sich draußen ein Orkan zusammenbraut,
tobt ein Sturm im Innern: Ein Sturm der Angst.
So heftig, wie ich ihn zuletzt erlebt habe vor vielen Jahren.

Ich habe habe gelernt seither:
Atmen, in Gedanken einen Schritt zurücktreten…
und ich sehe: Die Angst ist nicht jetzt und hier und heute.
Ihre Pfeile zielen in die Zukunft
mit Abstechern in die Vergangenheit.
Ja, sie stammt aus vergangener Tiefe,
einst nannte ich sie: Frei flottierende Angst.
Sie war einfach da,
heftete sich wie ein Egel an alles, was greifbar war,
an alles, woran sie sich festsaugen konnte.

Früh hatte ich gelernt, solche Ängst zu hegen,
hatte sie angenommen wie ein Erbstück.
Angst als Sicherheit:
„Wenn du alle Schrecklichkeiten in Betracht ziehst,
kannst du nicht überrumpelt werden.“

Nein, danke.
Dann lieber:
Hier und heute leben.
Ich atme Mitgefühl in das ängstliche Wesen, das ich einst war,
ich atme Liebe. Ja: Selbst-Liebe.

Zweige-Blätter-Wasserspiegel

So viele alte Lasten habe ich losgelassen…
jetzt lasse ich die Ängste mit dem Sturm verwehen.
Ich muss nicht wissen, was morgen ist ─
mit leichtem Gepäck reist es sich leichter durch’s Leben

Vogel-und-Drache

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7 Kommentare zu “An-Sturm der Angst

  1. nandalya sagt:

    Schwere Lasten scheinen wirklich schwer auf Menschen zu lasten. Schwerlastig sozusagen.

    • fridakopp sagt:

      Das Dumme dabei ist, dass die Lasten oft nicht mal eigene sind, sondern von der Familie übernommen. Trifft besonders auf die Ängste zu.
      Angst vor Krankheit, Mangel – oder einfach die Angst, dass jederzeit etwas Schreckliches passieren kann.

  2. lebensmagie sagt:

    Sehr schön beschrieben, mitsamt der Lösung. Ja, die Angst ist nicht hier und jetzt. Im Hier und Jetzt ist Dein Leben, Dein Atmen. Ich hatte mich früher auch an einen Zweckpessimismus geklammert. Aber wozu? – Man braucht sich ja auch keine Illusionen machen. Einfach akzeptieren, was ist. Und sich ein Lächeln erlauben. – Viele Grüße
    Orlando

    • fridakopp sagt:

      Viele dieser Ängste sind nicht mal eigene, sondern sozusagen von der Famlie „geerbt“.
      Angst vor Krankheit, Mangel – oder einfach die Angst, dass jederzeit etwas Schreckliches passieren kann.
      Ich habe lange gebraucht, diesem „alten Kram“ auf die Spur zu kommen.
      Als ich noch jünger war, war Freude für mich etwas sehr seltenes.
      Wie gut, dass Veränderung möglich ist.

      • lebensmagie sagt:

        Oh ja! Und das geht immer, wenn man genug Geduld mitbringt. Wir haben ja diese Ängste nicht nur von der eigenen Familie. Es steckt noch tiefer in unserer Menschheitsgeschichte drin. Aber wenn wir selber Fortschritte machen, ist das ein klitzekleines Bisschen auch hilfreich für die anderen!
        Viele liebe Grüße
        Orlando

      • fridakopp sagt:

        Ach ja, dieses Massenbewusstsein…
        Gute Vorstellung, dass jede individuelle Veränderung oder jedes Auflösen von Altlasten sich wie eine Wellenbewegung fortsetzt.

        Wellengröße von Frida

      • lebensmagie sagt:

        🙂 Danke :)))))

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