Schamanische Ernte

Bald sind sie abgeernetet, die Gärten und Felder…

Nicht jede Ernte wird von Äckern eingebracht…

Herbst, Zeit für einen Blick zurück…

und manchmal wirkt der Ertrag mager –

oder gar wie eine Missernte?

Gab es zu wenig Sonne für die eigenen Pläne?

Prasselte zu viel Regen auf die Träume?

War der Erntewagen voller Enttäuschungen?

Vielleicht stimmt nur die Blickrichtung nicht?

Ent-Täuschungen und Erkenntnisse können Samen sein

für neue Saaten

Ernte und Saatgut schmananischer Jahre…

Ernte und Saatgut für Jahre der Klärung und der Erneuerung…

Einen Astro-Text zum Thema Herbstanfang gibt es hier: http://skorpionmondin.wordpress.com/

Den störrischer Verstand befrieden

Der Verstand dreht seine Runden,
kaut wieder und wieder, wie auf Gummi,
dieselben Gedanken, dieselben alten Geschichten…
Warum? Wenn sie doch schmerzhaft sind?
Oder einfach nur: langweilig geworden?

Flattern

Der Verstand identifiziert sich
mit den alten Geschichten, den alten Wunden,
fürchtet das Loslassen, fürchtet, sich selbst zu verlieren.

Doch menschlich Sein – das ist mehr als
einen Körper bewohnen, einen Verstand besitzen.
Und so kommt eine Zeit,
wenn dieses Flüstern hörbar wird
am Rande der Wahrnehmung.
Bleibt es unbeachtet, dann steigert es sich –
bis zum lauten Schrei:
Zeit zum Loslassen, Zeit für Heilung!
Hohe Zeit für Befreiung aus alten Mustern.

Wer schreit da? Der Energiekörper in seiner Ganzheit?
Aus allen Körpern – physisch, emotional, mental, spirituell?
Nein! Der Mentalkörper stimmt nicht ein in den Chor.
Vielstimmig wie sein ganz eigener Chor beharrt er:
„Das ist, wer ich bin! Das muss ich festhalten.
Sonst gehe ich verloren!“

Was tun?
Ich fordere ihn heraus, meinen Verstand:
Trau dich, den Sprung zu wagen!
Tief hinein in das Zentrum des Herzens,
hinein in die tiefe innere Stille…

… wo der gesamte Körper sich verbinden kann
mit dieser reinen puren Essenz, unbelastet
von alten Geschichten und Gewohnheiten
wo endlich Verjüngung geschehen darf
wo neue Freiheit empfangen wird
wie ein Geschenk.

Im-Kreis

Weckruf an die innere Göttin

(für Ursa, die Bärin)

So lange nach außen geblickt,

wartend auf Anerkennung

suchend nach Liebe

sich sehnend nach der ganz großen Liebe

nach diesem einen Menschen, der dich liebt

absolut und bedingungslos

und immer lauert die Angst

vor Ablehnung

vor Verlust

vor Einsamkeit

die Angst davor, ganz auf dich selbst zurückgeworfen zu sein.

Wo soll die Liebe wurzeln, wenn nicht in dir selbst?

Was wäre, wenn du ganz allein wärst mit dir selbst?

Darin ist sie verborgene, die große Chance,

all deine Tiefen auszuloten,

dich auf deine höchsten Höhen zu schwingen

– die innere Göttin zu wecken.

Frau-und-GöttinWL

Wer hat behauptet, Götter und Göttinnen seien perfekt?

Sie sind einfach

in Einklang mit sich selbst,

mit ihrem Licht und ihrem Schatten

mit ihren Ecken und Kanten – oder ihren Rundungen.

Die innere Göttin des Lichts

Die innere Göttin der Schatten

lernst du sie kennen, wirst du verstehen:

Sie sind keine Gegensätze, sie sind Eins.

Aliena-Stella-cartoon

kleiner Umzug

Ent-Wurzeln

an alle Besucher dieses Blogs

Ursprünglich war dieser Blog dafür gedacht, meine Romane vorzustellen und gelegentlich ein Gedicht plus Bild oder Foto. Auch einige Kurzgeschichten gesellten sich dazu –
und dann auch noch astrologische Texte zur Zeitqualität.
Und weil das allmählich ein wenig kuddelmuddelig wird,
habe ich mich entschlossen, für Astro-Texte einen zweiten Blog einzurichten –
passend zum Fische-Vollmond.

Astrologisches findet ihr also ab jetzt hier:
Astro-Schnappschüsse

http://skorpionmondin.wordpress.com/

Verletzlich oder Perfekt?

Verletzbar sein – oder perfekt?
Verletzlich?! Aber nicht doch!
Klingt das etwa nicht nach dem ewigen Opfer, nach Weinerlichkeit?
Nach der Haltung des „Rühr mich nicht an! –
Sonst brech‘ ich in Tränen aus!“

Dagegen Perfekt-Sein –
das klingt doch toll!
Perfekt – das bedeutet doch: fehler-los, tadel-los
bedeuten: unangreifbar.
Perfekt – ohne jegliche Motivation,
irgendetwas zu verändern, neue Räume zu erforschen – also:
Starr sein. Nichts Neues entdecken wollen
– ist doch schon alles da, in Perfektion.

Verletzlichkeit: das ist die Bereitschaft, genau hinzuschauen
– nicht nur den Blick auf andere richten –
um entweder bewundernswerte Größe zu entdecken
oder aber Mängel, die Anlass bieten zur Kritik
sondern sich selbst bis tief ins Herz zu sehen,
und nackt vor den Spiegel zu treten.
Wo bin ich, die ich wirklich bin?
Wo spiele ich ein falsches Spiel?
Nicht mehr im Einklang mit meinem tiefsten Sein?
Verletzlichkeit macht bereit zur Ver-Wandlung dessen,
was nicht mehr stimmig ist.

Wer sollte den Standard setzen? Dies ist perfekt – jenes nicht!
Menschen haben eine Welt erschaffen,
wo vermeintlicher Wert bestimmt wird
durch Erreichen
durch Schaffen
durch Haben
– nicht durch das Sein.
Die Erde mag wunderbare Seiten haben –
keine ist angelegt auf Perfektion.
Alles ist in Bewegung, in ständiger Wandlung begriffen.

Zwei Voegel

Welche Schwachpunkte verbirgt sich hinter dem Streben nach Perfektion?
Ist Verletzlichkeit wirklich Schwäche?