Sich einlassen auf das Selbst

Flattern

Hin und her gerissen, mal in diese, mal in jene Richtung…
der eine fordert das, die andere wünscht dies
wieder ein anderer könnte dieses oder jenes erwarten
hin und her, her und hin…

Was ist richtig?
Was passt, was ist falsch?

Wer sich so ausrichtet,
in alle Rahmen passen möchte,
hat wenig Chancen,
sich selbst kennen zu lernen.

Wer sie wagen will, die Reise zu sich selbst,
hat viel zu sortieren, viel auszusortieren –
oder gar: abzuschneiden.
So viel, dass die ersten Schritte ins Land des Selbst
erscheinen mögen wie ein Sprung in die Leere.
Kein Grund für Furcht:
genau dies ist der Wegweiser,
Neugier ein Kompass.

Klippen-Supernova

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Ver-pflichtung und Ent-scheidung

Schamanentrommel

Schamanentrommel

So viele treffen Entscheidungen
basierend auf Erwartungen anderer,
auf den Wünschen anderer
oder auch nur auf ihren Vorstellungen davon,
was andere erwarten könnten…

Als ich ein Kind war,
wollte meine Oma
so viel Essen wie möglich in mich hinein stopfen.
Ihr letztes Druck-Mittel war: „Tu es mir zuliebe.“
Jedes Mal bekam ich Bauchweh,
musste Kotzen.

Flattern

Sollte nicht jede Entscheidung von innen kommen
aus der inneren Quelle strömen?
Ist nicht jeder zuerst sich selbst verpflichtet?

All die Erwartungen, Wünsche, Forderungen
die führen weiter und weiter fort vom Selbst.

Die Ent-scheidung für sich selbst führt
direkt an die Quelle.

Schamanin-in-Kanu

Aus der Tiefe ans Licht

Aufwachen mitten in der Nacht
zuerst ist es der Körper mit einem schmerzhaften Hinweis:
Da ist was nicht in Ordnung!

Was folgt, sind alte Ängste, die ihre Köpfe aus dem Dunkel recken.
Ängste aus alter Zeit, scheinbar so uralt,
als stammten sie aus einem vergangenen Leben.

Erst regt sich Widerstand: Wie tief soll ich noch tauchen?
Aber gerade ist es wieder geschehen:
innere Debatten mit vermeintlichen Gegnern.
Ertappt. Das gibt dem Widerstand eine andere Richtung:
Ich hab genug von all diesen Dramen im Kopf,
die aus diesen Ängsten wachsen
wie die vielen Köpfe der Hydra.

Also lasse ich mich ein,
noch einmal reise ich hinab in innere Tiefen
ohne Worte
auf dem Boot des Atems

Und finde: Ein-Sicht.
Ich erzeuge sie selbst, diese Ängste, immer wieder von Neuem.

Sie akzeptieren bedeutet: die Ängste als meine anerkennen,
sie in Besitz nehmen.
Und siehe da:
Eine Welle der Erleichterung trägt mich aus der Tiefe ans Licht:
Was ich besitze, das kann ich ändern.

Bild-Rahmen3

Tiefseetaucher – 6° Skorpion

Merkur bewegt sich nach seiner Phase der Rückläufigkeit im Skorpion wieder vorwärts, hat aber noch nicht wieder den Ausgangspunkt dieser Phase erreicht. Falls noch nicht alle unerledigten Themen offen auf dem Tisch liegen, dann ist jetzt genau die richtige Zeit, um noch einmal bis auf den Grund zu tauchen. Dabei denke ich nicht nur an die praktischen Dinge, an all den Kram, der sich aufgetürmt hat, sondern an emotionale Themen, denn der emotionale Tiefgang gehört zum Skorpion – und zu Merkur die Denkmuster.
Ein guter Tag also, um sich in die Dunkelheit zu wagen und Licht hineinzubringen.

Bild-Rahmen2C

Am 18. November steht Merkur außerdem in Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten,
anschließend bewegen sich beide in verschiedenen Richtungen,
der Mondknoten wandert rückwärts, auf 6° Skorpion:
„Der Goldrausch zieht Menschen von ihrer Heimat fort.“
Schlüsselwort: Habsucht

Merkur läuft vorwärts, auf 8° Skorpion:
„Ein Stiller See im Mondlicht.“
Schlüsselwort: Stille

Wenn der aufsteigende Mondknoten hier für das gesehen wird, was die Zeitqualität prägt – der Kampf um Geld und Macht – dann kann die oder der Einzelne nach einem solchen skorpionischen Tiefgang nach dem Wiederauftauchen ganz mit sich selbst im Einklang sein,
kann in die innere Stille eintauchen,
kann äußere Turbulenzen aus innerem Abstand betrachten,
muss sich nicht davon vereinnahmen lassen.