Loslassen in den Tanz

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Viele haben schon losgelassen, manch ein Blatt klammert noch.
Der nächste Herbststurm wird weiteres Loslassen erzwingen –
hinein in den Tanz des Lebens.

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Den störrischer Verstand befrieden

Der Verstand dreht seine Runden,
kaut wieder und wieder, wie auf Gummi,
dieselben Gedanken, dieselben alten Geschichten…
Warum? Wenn sie doch schmerzhaft sind?
Oder einfach nur: langweilig geworden?

Flattern

Der Verstand identifiziert sich
mit den alten Geschichten, den alten Wunden,
fürchtet das Loslassen, fürchtet, sich selbst zu verlieren.

Doch menschlich Sein – das ist mehr als
einen Körper bewohnen, einen Verstand besitzen.
Und so kommt eine Zeit,
wenn dieses Flüstern hörbar wird
am Rande der Wahrnehmung.
Bleibt es unbeachtet, dann steigert es sich –
bis zum lauten Schrei:
Zeit zum Loslassen, Zeit für Heilung!
Hohe Zeit für Befreiung aus alten Mustern.

Wer schreit da? Der Energiekörper in seiner Ganzheit?
Aus allen Körpern – physisch, emotional, mental, spirituell?
Nein! Der Mentalkörper stimmt nicht ein in den Chor.
Vielstimmig wie sein ganz eigener Chor beharrt er:
„Das ist, wer ich bin! Das muss ich festhalten.
Sonst gehe ich verloren!“

Was tun?
Ich fordere ihn heraus, meinen Verstand:
Trau dich, den Sprung zu wagen!
Tief hinein in das Zentrum des Herzens,
hinein in die tiefe innere Stille…

… wo der gesamte Körper sich verbinden kann
mit dieser reinen puren Essenz, unbelastet
von alten Geschichten und Gewohnheiten
wo endlich Verjüngung geschehen darf
wo neue Freiheit empfangen wird
wie ein Geschenk.

Im-Kreis

Kon-Zen-tration

Vor der Eklipse

Vor der Eklipse

Längst alles gesichtet
alles, was war, was ist, was sein könnte…
Wie loslassen, alles abstreifen?
Um vorzudringen zur Frage: Was will ich wirklich?
Was ist mir wichtig?

Wie all die Ablenkungen gehen lassen?
Zuerst sind sie hartnäckig, all diese kleinlichen Gedanken…
Krallen sich fest, mit all ihrer vermeintlichen Bedeutsamkeit…

Wolkenspiele mit ihrer wunderschönen Vergänglichkeit
bieten den Augen Fokus…
der Rhythmus des Atems verankert im Körper….
tiefer und tiefer…
eintauchen…
in die Stille…
Hier ruht, wie ein vorausgeworfener Stein
tief am Grund im See des Bewusstseins
die Frage: Was ist wirklich wichtig?

Was auftaucht aus der Kon-Zen-tration,
langsam, im Rhythmus von ein und aus
sind Antworten in kristalliner Klarheit.

Kristallin

Kristallin

Die allten Geschichten

Buchrücken-Mängel

All die alten Geschichten
immer wieder im Kopf rezitiert
oder gar laut vorgetragen
ob spannend oder langweilig
ob von Sieg oder Niedelage erzählend
ob von Liebe oder Einsamkeit:
sie dienten dazu, ein Selbstbild festzuschreiben
und mit jeder Wiederholung verfestigt es sich.

Egal, ob die Story gefällt oder nicht:
Irgendwann scheint das Bild vom Ich unverrückbar
und die Frage taucht auf: War‘s das?
Kommt da nichts Neues mehr?

Die alten Geschichten loslassen erfordert Mut
bedeutet: nackt vor dem Spiegel stehen,
der nicht länger ein deutliches Bild zurückwirft,
Bedeutet: Weit offen sein, verletzlich, unsicher…
und doch: es könnte sich lohnen,
sich selbst neu zu erfinden…

Aliena_Illusion

Ent-wurzeln

Ent-Wurzeln

Nicht nur Blätter wurden vom Baum gerissen durch den heftigen Sturm –
sogar starke Äste sind zu Boden gekracht.
Dem Vorbild der Verwurzelten folgend
habe ich mich verabschiedet
von kleinen Wünschen und großen Träumen,
im Begriff, die Bäume in ihrem Loslassen zu übertreffen:
Mit jedem Schritt ziehe ich meine Wurzeln aus dem Erdreich
– auf meinem Weg in welchen neuen Lebensraum?
Wo sind die Wegweiser?

Sicher kann ein Baum die Quelle spüren,
sei sie nah oder weit entfernt.
Also lerne ich, meine Wurzeln als Fühler zu gebrauchen,
die Atmosphäre ertastend.